Podcampus | Papier trotz Laptop?

Papier trotz Laptop?

Zur gegenseitigen Ergänzung von digitalen Tools und klassischen Netzwerkbildern

 

Jenseits von Fragebögen besteht schon seit langem die Möglichkeit, Netzwerkkarten mit Hilfe von Papier, Malstift und Legekärtchen zu erstellen. Trotz der Tendenz zur Digitalisierung innerhalb der Netzwerkforschung bestehen weiterhin gute Gründe für die Entscheidung für diese traditionellen Erhebungsmethoden: In Regionen, die infrastrukturell z.B. wenig erschlossen sind, oder Situationen, in denen die Informanten kaum Übung mit der Elektrotechnik haben (etwa aufgrund von Alter oder Bildung), sind sie oft dem “modernen" Vorgehen vorzuziehen.

Claudia Olivier (Universität Mainz) vom DFG Graduiertenkolleg 1474 “Transnationale soziale Unterstützung" zeigt anhand ihrer Erfahrungen während eines Forschungsaufenthaltes in Ghana, wie sie beide Herangehensweisen fruchtbar miteinander verbinden konnte. So wurden vorstrukturierte Netzwerkkarten mit Hilfe von VennMaker erstellt. Diese konnten dann händisch von den Akteuren – ghanaischen Bildungsremigranten aus Deutschland – selbst ausgefüllt werden. Zustande kamen Karten von grenzüberschreitenden egozentrierten Netzwerken.

02.02.11 - 16:43 4404 hits Universität Trier Sozialwissenschaften, Migration, Netzwerkforschung, partizipative Methoden, Netzwerkkarte, VennMaker